Startseite > Publikationen > Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren
SONY DSC

Das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren entwickelte sich aus der Hippotherapie heraus, da erkannt wurde, dass Pferde positive pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozio-integrative Auswirkungen auf Patienten haben. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Lernbehinderung, geistiger Behinderung, Verhaltensauffälligkeiten, Störungen in der emotionalen Entwicklung (Beziehungsprobleme), Störungen in der Bewegung und Wahrnehmung, Sprachbehinderung, autistische Verhaltensweisen, psychische Störungen, psychische und psychosomatische Erkrankungen, Suchtprobleme, sexueller Missbrauch und Mehrfachbehinderungen.

Der Reittherapeut hat dabei die Aufgabe, ein positives Beziehungsdreieck (Reiter – Pferd – Therapeut) und Vertrauen aufzubauen, sowie die Klienten individuell zu fördern. Übungen zur Förderung können z.B. sein, das Pferd streicheln und lieb haben, Mähne kraulen, Augen schließen usw. Die Übungen müssen individuell auf den Klienten abgestimmt werden. Sensibel muss der Therapeut auf die Gefühlslage des Reiters und Pferdes eingehen. Lob und Anerkennung sind für Reiter und Pferd wichtig. Dabei steht nicht das Reiten im Vordergrund, sondern die persönliche Entwicklung des behinderten Menschen, welche immer wieder reflektiert und auf die individuelle Zielsetzung hin kontrolliert werden muss. Der sachgerechte Umgang mit dem Partner Pferd wird ebenfalls vor und nach der Therapieeinheit vermittelt. Der Patient hat dabei die Aufgabe sein Pferd zu begrüßen, zu putzen oder auf die Koppel zu bringen.
Das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren wird von Pädagogen, Psychologen oder Psychotherapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt.

Aktuelle Rückmeldung einer glücklichen Mutter:

Heute ist einer der glücklichsten Tage meines Lebens: Wir haben aus dem Kindergarten die Rückmeldung erhalten, dass Christian dort angefangen hat mit anderen Kindern zu SPRECHEN !!! Außerdem hat Christian heute laut geschrien als ihm ein größerer Junge im Kindergarten weh tun wollte – bislang hat er es immer stumm erduldet. Auch Christians Gleichgewicht ist viel, viel besser geworden. Wir haben seit dem er zu Ihnen geht von Woche zu Woche Fortschritte gesehen, aber das ist jetzt wirklich ein ganz großer Durchbruch.

Ich wollte Ihnen einfach nur sagen, wie dankbar ich Ihnen bin und ich weiß, dass diese Erfolge nicht nur durch die Pferde gekommen sind, sondern auch durch die liebe, einfühlsame Art und Kompetenz von Ihnen, Herr Veit!